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02.10.2019, 11:11 Uhr  //  Kreisgeschehen

Ausgefallene Leuchten aus ostseenahen Werkstätten

Ausgefallene Leuchten aus ostseenahen Werkstätten
 Die Ostholsteiner (Bild) Per Köster/ar (Text) // www.ohaktuell.sh


Eutin - Freunde eines horizontweiten Meerblicks können sich die atemberaubende Stimmung eines Sonnenuntergangs am Meer ins Wohnzimmer holen: Mit den neuen Leuchten aus der Serie [lichter°meer]. Die Werkstätten für angepasste Arbeit von „Die Ostholsteiner“ können nämlich lange schon mehr als nur ausgelagerte Arbeitsschritte für Produktionsunternehmen zu übernehmen. Eigenprodukte heißt das Zauberwort, und nicht selten kommen dabei Designobjekte wie die Leuchten von [lichter°meer] heraus. Noch ist man mit den Ideen nicht am Ende.

Wie bei anderen Unternehmen auch steht am Ende eines langen Prozesses das Produkt im Fokus. Spannende Leuchten aus zeitgemäßen Materialien wie Beton und Holz. Die Optik ist natürlich, irgendwo zwischen Treibgut und wettergegerbtem Balken. Das Holz wird teils aus alten Fachwerkbalken recycled, oder ist künstlich gealtert, was manchmal nicht einfach zu unterscheiden ist. Natürlich ist das attraktive Äußere im Inneren mit moderner, energieeffizienter Technik wie LED ausgestattet.

Im wahrsten Sinne des Wortes kommt bei dieser Kombination ein stimmungsvolles Licht heraus: Die große Stand- und die kleine Tischleuchte strahlen besonders atmosphärisch, die Decken- und die Wandleuchte ermöglichen eine blendfreie, klare Flächenausleuchtung, ohne Kälte auszustrahlen.

Da der Wirkungskreis und die Werkstätten von „Die Ostholsteiner“ so nah an der Ostsee liegen, hat man mit dem Namen [lichter°meer] ganz auf ein maritimes Motto gesetzt. Viele Einheimische, und auch die zahlreichen Urlauber der Region, lieben ja das Meer. Die Namen der Leuchten entstanden intuitiv nach ihrem Aussehen: Die ,Boje‘ „dümpelt gemütlich“ (auf der Fensterbank), der ,Poller‘ „lädt zum Festmachen ein“ (im Sessel neben der Lampe), die ,Planke‘ „holt die Mannschaft an Deck“ (oder an den Esstisch) und der Steven erleuchtet die ,Blicke zum Horizont“.

Anders als bei anderen Unternehmen ist aber eine andere Komponente bei diesem Projekt mindestens genauso wichtig. „Die Ostholsteiner“-Geschäftsführer Reinhard Sohns erläutert: „Wir sind ein gemeinnütziges Unternehmen, das die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigung und ihr Recht auf Selbstbestimmung und eigene Lebensplanung in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Bildung und Freizeit unterstützt. Bei der Arbeit wollen wir den Menschen interessante, je nach Fähigkeiten unterschiedliche und auch unterschiedlich anspruchsvolle Arbeitsschritte anbieten können.“ Gerne sollen dabei verschiedene Gewerke zum Einsatz kommen, um je nach Neigung Mitarbeitende beteiligen zu können.

Außerdem will man mit den selbst ausgedachten und erstellten Eigenprodukten die Abhängigkeit von Aufträgen Dritter senken – muss sich dann allerdings auch um die Vermarktung kümmern. Mit den zwei Werkstattläden in Eutin und Oldenburg und der Internet-Präsenz (lichterpunktmeer.de) ist der Anfang auch schon gesichert, weitere Kontakte hat man auf einer Fachmesse in Nürnberg gefunden. Gesetzt ist auch schon, dass das Eutiner Stadtbucht-Hotel von „Die Ostholsteiner“ durchgängig mit den eigenen Lampen ausgestattet werden soll.

„Wir finden, dass wir mit dem maritimen Flair auch einen schönen regionalen Bezug gefunden haben, Regionalität liegt doch voll im Trend“, findet Hansjörg Fischenbeck, Projektleiter bei „Die Ostholsteiner“. „Wir stellen in Handarbeit gefertigte hochwertige, einzgartige Unikate her, keine Leuchte ist wie die andere!“ so Fischenbeck. Das Wichtigste sei jedoch, die einzelnen Arbeitsschritte soweit herunterzubrechen, dass gute Arbeitsinhalte für die bei „Die Ostholsteiner“ arbeitenden Menschen mit Beeinträchtigung entstünden. Dort, wo gewisse Kompetenzen nicht im eigenen Haus sind, arbeitet man mit befreundeten anderen Werkstätten und Integrationsunternehmen zusammen. Doch gedanklich ist Fischenbeck schon einen Schritt weiter: „Es sollen je Modell zwei verschiedene Typen, Antik und Vintage, echt alt und künstlich gealtert, gefertigt werden. Dazu haben wir uns schon das Holz von dem alten, abgerissenen „Museumssteg“ in Heiligenhafen als Leuchten-Baumaterial gesichert, da kann man sich dann ein echtes Stück aus der Region ins Wohnzimmer stellen.“ Und andere Geschäfte sollen die Leuchten hier vom Meer auch verkaufen. Und neue Ideen für Leuchten aus Metall und Ton hat Fischenbeck auch schon …

Die Strahlkraft des Projektes könnte Ausdauer haben.

 

 


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